Arcon-Sunmark gewinnt chinesischen Auftrag

9. März 2018

Die dänische Gesellschaft Arcon-Sunmark, die der VKR Holding, Dänemark, gehört, konnte den Auftrag gewinnen, ein Nah- und Fernwärmesystem zu installieren, das auf Solarwärme im Großformat basiert. Ungefähr 100.000 m2 Wohnfläche in der tibetanischen Stadt Langkazi wird in Zukunft mit Solarwärme geheizt werden. Die tatsächliche Aperturfläche der Solarwärmeanlage wird bei 22.000 m2 liegen, und noch dazu wird ein Erdbeckenspeicher von 15.000 m3 eingerichtet. Mit dem Turnkey-Auftrag übernimmt Arcon-Sunmark noch den Bau eines Fernwärmenetzes und die Installation von Zentralheizung in den Gebäuden, die auch neu gedämmt werden. Dieser bedeutende Auftrag ist für Arcon-Sunmark der erste Auftrag in China, und die Arbeiten beginnen sofort. Das gesamte Nah- und Fernwärmesystem wird voraussichtlich spätestens im Oktober 2018 in Betrieb sein.

„Die geographischen Verhältnisse in Tibet und der Mangel an Energiequellen versprechen ein sehr interessantes Projekt. In diesem Fall können wir der Lokalbevölkerung zu einer stabilen und nachhaltigen Energieproduktion verhelfen, und daran sind die lokalen Behörden sehr interessiert“, so Arcon-Sunmark Geschäftsführer, Ole Dalby.

Ein Zukunftsmarkt
China hat enorme Energiebedürfnisse und steht deshalb vor großen Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Ressourcenbewirtschaftung. Gleichzeitig ist China der weltgrößte Markt für solare Nah- und Fernwärme. Das macht das Land zu etwas Besonderem für eine Gesellschaft wie Arcon-Sunmark, die Solar-Großanlagen konzipiert, die für Nah- und Fernwärme, aber auch für industrielle Prozesswärme zum Einsatz kommen. Daher ist Arcon-Sunmark 2016 mit der Gründung einer Joint-Venture-Gesellschaft in den chinesischen Markt eingetreten, gemeinsam mit dem lokalen Marktführer Sunrain, der sich auf kleinere Solarwärmeanlagen, z. B. für Privathaushalte, spezialisiert. Trotz der Energiebedürfnisse und Kenntnisse im Bereich kleinerer Solarwärmelösungen, gibt es in China nur begrenzte Erfahrungen mit solaren Großanlagen, und deshalb hat Arcon-Sunmark sich die letzten Jahre bemüht, den Markt heranreifen zu lassen und sich von den Vorteilen zu überzeugen.

„Natürlich wird ein Projekt dieser Größe nicht initiiert, nur weil es spannend ist, es auszuprobieren. Es bedarf erheblicher Vorbereitungen und mühsamer Arbeit, um zu gelingen. Jetzt sind wir aber in einer favorablen Lage, und wir sehen eine größere Offenheit gegenüber unseren Aussagen über Nachhaltigkeit für Umwelt und Wirtschaft sowie Versorgungssicherheit“, sagt Ole Dalby.


Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) gab es Ende 2016 nur 20 Solar-Großanlagen in China (acht solare Fernwärmeanlagen und 12 solare Prozesswärmeanlagen) mit einer Gesamtaperturfläche von 71.000 m2. Zum Vergleich gab es Ende 2016 allein in Dänemark 110 Solarwärmeanlagen mit einer gesamten Solaraperturfläche von ungefähr 1.320.000 m2. Die größte Solarwärmeanlage in Dänemark – und sogar die größte der Welt – liegt in Silkeborg, und hat eine Solaraperturfläche von 156.694 m2. Anders gesagt: Eine doppelt so große Fläche wie die gesamten solaren Fernwärme- und Prozesswärmeanlagen in China. Arcon-Sunmark konnte 2016 die Installation dieser Anlage in nur sieben Monaten abschließen.

Weitere Informationen
• Kontakt: Ole Dalby, CEO, Arcon-Sunmark A/S, Tel.: +45 23 26 14 60, E-mail: od@arcon-sunmark.com
• Kontakt: Klaus Risom, Communications Consultant, Tel.: +45 29 16 59 99, E-mail: kr@integral.dk 
• Den IEA Bericht hier herunterladen: http://www.iea-shc.org/data/si... (Die in dieser Pressemitteilung genannten Marktdaten finden Sie auf Seite 18 und 23)