Biomasse-Werke investieren in Solarwärme

10. Juli 2018

Im Frühjahr 2019 wird eine neue Solarwärmeanlage in Hadsten bereitstehen. Die Jahresproduktion wird bei 12.000 MWh liegen. Das Kollektorfeld der Anlage ist 24.517 m2 und zur Lagerung der erzeugten Energie wird ein 6.000 m3 Speichertank errichtet. Neben dem Tank wird ein von Arkikon konzipiertes 175 m2 Technikgebäude gebaut. Die Lösung sieht sogar eine potenzielle Erweiterung der Anlage um 10.000 m2 vor, was eine Erhöhung der Kapazität um etwa 40% entspricht. In erster Linie deckt die Solarwärmeanlage etwa 16% des Jahresbedarfs der Benutzer des Hadsten Wärmewerks, während der Rest von Biomasse gedeckt wird. Arcon-Sunmark ist für das gesamte Projekt verantwortlich, und die Bauarbeiten werden im August eingeleitet.

„Wir freuen uns auf diese Aufgabe, wo unser bewährtes Lösungskonzept hinsichtlich Integration solarer Großanlagen und Biomasse zur Geltung kommt. Deshalb können wir das Projekt ganz zügig in Gang setzen, so dass Hadsten bereits im kommenden Jahr den ersten Gewinn aus der Investition ernten kann“, sagt Ole Dalby, Geschäftsführer Arcon-Sunmark.

Illustration: 175 m² Technikgebäude sowie 6.000 m³ Speichertank von Hadsten Varmeværk.

Gute Übereinstimmung zwischen Biomasse und Solarwärme
Früher in diesem Jahr hat Aabybro Fernwärmewerk ein entsprechendes Solarwärmeprojekt angepackt. Ähnlich wie Hadsten ist auch Aabybro ein Biomasse-Werk, und weitere Solarwärmeprojekte für andere Biomasse-Werke wurden bereits ausgeschrieben, oder die Ausschreibung wird gerade vorbereitet. Lt. Rambøll ist das zunehmende Interesse für Solarwärme unter den Biomasse-Werken darauf zurückzuführen, dass die Ergänzung der Biomasse mit Solarwärme-Großanlagen Hand in Hand mit guter Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit geht.   

„Biomasse und Solarwärme stimmen in mehrfacher Weise gut überein. Als Investition ist Solarwärme konkurrenzfähig mit Biomasse, für die wir zurzeit Preissteigerungen erleben. Für Solarwärme dagegen ist der Wärmepreis schon vorab jahrelang bekannt. Das vor kurzem geschlossene, dänische Energieabkommen ändert nichts daran, dass es für die Biomasse-Werke vorteilhaft ist, Solarwärmeanlagen zu errichten. Auch was die Produktion und Bemannung anbelangt, stimmen Biomasse und Solarwärme gut überein, was eine erhöhte Flexibilität des Betriebs ermöglicht“, so Flemming Ulbjerg, Projektleiter und Solarwärmespezialist bei Rambøll.

Als Investition ist Solarenergie mit Biomasse wettbewerbsfähig.

Zukunftssicherung der Wärmeproduktion
In einer offiziellen Bekanntgabe des Hadsten Wärmewerks erklärt der Vorsitzende, Niels Jørgen Bärtel, dass es zwei wesentliche Gründe für eine Investition dieses Ausmaßes gegeben hat. Vor allem gilt es sicherzustellen, dass die Kostenentwicklung viele Jahre lang auf einem Minimum bleibt. Und obendrein noch erreicht man mit der Solarwärmeanlage eine vollständig nachhaltige Wärmeproduktion.

„Der Elektrizitätsverbrauch für den Betrieb der Solarwärmeanlage wird in wenigen Jahren gänzlich von grüner Stromerzeugung herkommen, und der Betrieb wird somit keine Emissionen abgeben. Es ist die erklärte Zielsetzung des Vorstands, bei den Bemühungen, die national festgelegten Klimaziele zu erreichen, aktiv mitzuwirken“, so Niels Jørgen Bärtel, Vorsitzender des Hadsten Wärmewerks.

Über die Solarwärmeanlage in Hadsten:
• Baubeginn: September 2018
• Voraussichtliche Inbetriebnahme: Februar 2019
• Aperturfläche: 24.517 m2
• Berechnete Jahresproduktion: 12.000 MWh
• Anzahl der Einfamilienhäuser, deren Jahresbedarf gedeckt wird: 660 (Standardhaus 18,1 MWh/Jahr)
• Anteil des Gesamtwärmebedarfs: 16% (Der Rest wird von Biomasse gedeckt)
• Speicherkapazität: 6.000 m3 Akkumulationstank
• Lebensdauer: Minimum 25 Jahre